Leise Kühlschränke – Vorteile und Kaufkriterien

Ein leiser Kühlschrank ist immer von Vorteil, wenn man in der Küche auch beisammensitzen und essen will. Doch ab wann gilt ein Kühlschrank eigentlich als leise und welche anderen Kriterien sollte man bei Kauf und Aufstellung beachten?

Das Wichtigste zu leisen Kühlschränken in Kürze:

  • Auch neue Kühlschränke sind nicht immer leise.
  • Neben der Herstellerangabe zum Betriebslärm ist auch die richtige Aufstellung wichtig, um den Kühlschrank möglichst leise zu halten.
  • Ein Kühlschrank ohne Gefrierfach ist besonders leise, kann aber nicht alles aufbewahren.

Was ist ein leiser Kühlschrank?

Ein Kühlschrank ist ein Schrank zur gekühlten Aufbewahrung von temperaturempfindlichen Lebensmitteln. Er verwendet im Normalfall elektrischen Strom zum Betrieb eines Kühlsystems, das seinen Innenbereich auf einer niedrigeren Temperatur als die Küche hält. Dicke, gut isolierte Außenwände verhindern das Eindringen von Wärme und Austreten von Kälte.
Um Verderben der Lebensmittel durch Temperaturschwankungen zu verhindern, muss das Kühlsystem ständig in Betrieb sein. Daher verursacht ein Kühlschrank dauerhafte Betriebsgeräusche, die man auch kurzzeitig nicht durch Abschalten unterbrechen kann, wenn er seinen Zweck erfüllen soll. Liegen diese Geräusche unter 40 dB spricht man von einem leisen Kühlschrank.

Was verursacht die Geräusche?

Das Hauptgeräusch eines Kühlschankes ist ein rhythmisches Summen, das vom Kompressor ausgeht in dem das Kühlmittel komprimiert und dadurch verflüssigt und abgekühlt wird. Der Kompressor läuft nicht ständig, sondern springt nur bei Bedarf an. Das heißt es kommt zu einem plötzlichen störenden Ansteigen der Geräuschentwicklung, wenn der Kühlschrank geöffnet wurde oder eine neue Kühlphase einleitet.
Auch das Fließen des Kühlmittels kann sich akustisch bemerkbar machen. Dabei treten Tropfgeräusche, blubbernde oder gurgelnde Töne auf, die weniger gleichmäßig und dadurch noch störender sind.
Extras wie No-Frost oder Mehrzonen-Funktion verursachen zusätzliche Arbeitsgeräusche. So nutzt die No-Frost Funktion zum Beispiel einen Ventilator mit dem typischen Betriebsgeräusch und eine Abtauheizung, die Tropf-, Knister- und Knacklaute verursacht. Bei der Mehrzonen-Funktion müssen dagegen unterschiedliche Bereiche auf unterschiedlichen Temperaturen gehalten werden. Auch dabei fallen zusätzliche Betriebsgeräusche an.
Meist werden Kühlschränke auch mit dem Alter lauter. Verschleiß von Teilen führt zu zusätzlichen Geräuschen. Dazu kommt, dass die Effektivität der alten Mechanismen nachlässt und daher häufiger oder länger gekühlt werden muss. Dabei können besonders unangenehme Töne, wie ein hohes Pfeifen oder Heulen auftreten. Der Kühlschrank funktioniert zwar noch, sollte aber nicht nur aufgrund der Lärmbelästigung rasch ersetzt werden. Er ist auch nicht mehr energieeffizient und könnte jeden Moment endgültig kaputtgehen.

Wann ist ein leiser Kühlschank sinnvoll?

Einzimmerwohnungen

Leise Kühlschränke sind in Einzimmerwohnungen unverzichtbar. Dort schläft man im selben Raum, in dem auch der Kühlschrank steht und seine wechselhaften Betriebsgeräusche verursacht. Selbst Menschen, die von der plötzlichen Änderung der Geräuschkulisse nicht aufgeweckt werden, werden durch sie im Schlaf gestört. Die Nacht bringt weniger Erholung, was die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag beeinträchtigt.

Dünnwandige Wohnungen

In Mehrparteienhäusern mit dünnen Wänden kann das Betriebsgeräusch eines Kühlschrankes ebenfalls in Schlafzimmer eindringen. Selbst wenn die eigenen Schlafräume am anderen Ende der Wohnung liegen, ist es ratsam aus Rücksicht auf die Nachbarn einen leisen Kühlschrank zu wählen. Nicht immer dringt der Lärm nur in die benachbarten Räume ein. Manchmal ist er auch in der oberhalb oder sogar unterhalb liegenden Wohnung wahrnehmbar.

Kleine Wohnungen

In kleinen Wohnungen besteht ebenfalls das Risiko, dass man die Kühlschrankgeräusche bis ins Schlafzimmer hört. Noch häufiger stören sie jedoch in der Küche selbst, da diese üblicherweise auch als Esszimmer und zum Zusammensitzen und Plaudern genutzt wird. Vor allem hohe Heultöne können dabei die Gemütlichkeit stark beeinträchtigen und gerade das Essen sollte man in Ruhe genießen können.

Die Küche als Aufenthaltsraum

Dasselbe gilt auch bei größeren Häusern, wenn die Küche als Aufenthaltsraum genutzt wird. Auch in vielen Familien, die über ein eigenes Speisezimmer verfügen, wird zum Beispiel das Frühstück in der Küche eingenommen. Babys und Kleinkinder spielen und schlafen in ihr, wenn die Eltern kochen und sie gleichzeitig beaufsichtigen wollen, und auch wer sich eine große gemütliche Wohnküche eingerichtet hat, wird dort nicht gerne vom plötzlichen Brummen des Kühlschrankes gestört.

Besonders lärmempfindliche Personen

Manche Menschen leiden auch einfach besonders stark unter Hintergrundgeräuschen. Zum Beispiel kommt es vor, dass einem die Fähigkeit fehlt, auch gewohnte Geräusche mental wegzuschalten. Autisten und Personen mit Konzentrationsstörungen haben oft Probleme bestimmte Informationen, wie Sprache, aus einer Geräuschkulisse herauszufiltern. Dann kann der Kühlschrank als so laut empfunden werden, dass sie einen Gesprächspartner nicht verstehen können.

Menschen, die unter Migräne leiden

Wer häufig unter Kopfschmerzen oder Migräne leidet, sollte ganz allgemein darauf achten, seine Wohnumgebung möglichst leise zu gestalten. Gerade der Kühlschrank kann nicht einfach ausgeschaltet werden, wenn seine Geräusche die Schmerzen verstärken und man dennoch eine Mahlzeit zubereiten muss.

Lärmempfindliche Haustiere

Die meisten Tiere nehmen Geräusche deutlich stärker wahr als Menschen und sind daher oft rascher durch sie gestresst und belastet. Wer die Katze neben dem Kühlschrank füttert, den Hund zur Gesellschaft beim Kochen mit in die Küche nimmt oder auch den Kaninchenkäfig im Nachbarzimmer aufstellt, sollte daher aus Rücksicht gegenüber dem Tier ebenfalls nach Möglichkeit ein leises Gerät wählen.

Was kann die Lärmentwicklung bei Kühlschränken verringern?

Für stabilen Stand sorgen

Ein unebener Stand verstärkt oft den Betriebslärm von Geräten. Sie vibrieren bei der Arbeit und schlagen dabei immer wieder mit dem schwebenden Fuß auf dem Boden auf. Bei Kühlschränken kommt es auch zum lauten Aneinanderschlagen von nebeneinander untergebrachten Glasbehältern.
Hier hilft es, eine ebene Fläche für die Aufstellung zu wählen. Auch eine weiche Anti-Vibrationsmatte oder ein Stück Pappe unter dem Fuß kann den Lärm verringern. Wer den Kühlschrank nicht perfekt mit der Wasserwage ausrichten kann oder will, kann aber auch durch Einschieben einer weichen Trennschicht zwischen den Glasbehältern für Schalldämpfung sorgen. Auch hierfür kann Pappe eingesetzt werden.

Hohlräume in der Umgebung vermeiden

Hohlräume wirken oft als Klangkörper, die Schallvibrationen verstärken. Daher ist es besser, den Kühlschrank nicht direkt an andere Schränke und Regale anzuschieben. Mit etwa 6 cm Abstand zu den benachbarten Möbeln kann er auch nicht durch seine Vibrationen an diesen anstoßen und Klopfgeräusche verursachen. Diese sollten auch bei Einbaukühlschränken eingehalten werden!
Auch Hohlräume in Wänden, wie Heizungs- und Wasserrohre können Lärm verstärken und in andere Räume weiterleiten. Wenn man weiß, wo die Leitungen in den Wänden verlaufen, kann man sie bei der Wahl des Aufstellungsortes möglicherweise meiden. Ist das nicht möglich, lässt sich vielleicht eine Schallisolation anbringen oder der Kühlschrank zumindest etwas von der Wand abrücken. Empfohlen wird hier ohnehin ein Mindestabstand von 10 cm.

Ist eine Gefrierfunktion erforderlich?

Viele Kühlschränke sind entweder Kombigeräte, die aus einem Kühlschrank und einer darunter stehenden Gefriertruhe bestehen, oder verfügen über ein kleines Gefrierfach. Dort kann man auch Tiefgefrorenes lagern. Die dafür erforderlichen niedrigen Temperaturen erfordern jedoch eine deutlich höhere Kühlleistung, weshalb der Kühlschrank mehr arbeitet und häufigere und lautere Geräusche verursacht.
Wer Tiefgefrorenes immer erst kurz vor der Zubereitung kauft, kann aber möglicherweise auch mit einem reinen Kühlschrank ohne Gefrierfach auskommen und dadurch Lärm und Energie sparen. Eine andere Möglichkeit ist, eine separate Gefriertruhe im Keller unterzubringen. Dort ist sie zwar ebenfalls laut, befindet sich aber nicht in der Nähe der Wohnbereiche.

No-Frost und Mehrzonen-Funktionen meiden

Hat man kein Gefrierfach, kann es auch nicht zu Eisbildung im Kühlschrank kommen und die laute No-Frost Funktion erübrigt sich. Auch ein Fisch-und-Fleisch-Fach oder Trockenfach sind in vielen Haushalten nicht wirklich erforderlich und verstärken die Lärmbildung. Es zahlt sich also aus, genau zu überlegen, welche Funktionen man tatsächlich nutzen wird und Modelle mit überflüssigen Extras zu vermeiden.

Auf Energieeffizienz achten

Moderne Kühlschränke sind mit deutlich energiesparenderen Kompressoren und Motoren ausgestattet als ältere Modelle. Das ist nicht nur umweltfreundlich und senkt die Stromkosten. Meistens laufen diese Geräte auch leiser und lärmen kürzer, da weniger Kraft verschwendet wird. Daher kann es sich in manchen Fällen auch lohnen von einem noch gut funktionierenden älteren Gerät auf ein neues Modell umzusteigen.

Inverter-Kompressoren

Ein Inverter-Kompressor ist ein Kompressor, der seine Leistung flexibel an den jeweils aktuellen Kühlbedarf des Kühlschrankes anpasst. Das bedeutet, dass er langsamer und dadurch auch leiser läuft, wenn gerade nur wenig Kühlung benötigt wird.
Freilich kann man den Kompressor eines Kühlschrankes nicht selbst zuhause austauschen. Der Inverter-Kompressor ist aber eine Methode, die von manchen Herstellern zur Verringerung des Betriebslärmes ihrer Geräte genutzt wird.

Kältemittel

Eine weitere Methode, die bei der Herstellung von leisen Kühlschränken verwendet werden kann, ist die Wahl eines energiesparenderen Kühlmittels. Je mehr Druck zur Komprimierung des Kältemittels erforderlich ist, desto mehr Arbeit muss der Kompressor leisten. Dabei wird er auch deutlich lauter. Ein leichter zu verflüssigendes Kühlmittel führt daher auch zu einem leiser laufenden Kühlschrank.

Welche Arten von Kühlschränken gibt es?

Kühlschränke können nach ihrer Bauart, der verwendeten Kühltechnik oder nach der Art ihrer Aufstellung unterschieden werden.

Welche Bauarten von Kühlschränken gibt es?

Kühl-Gefrier-Kombinationen

Die bereits erwähnten Kühlschränke mit separatem Gefrierteil sind die am weitesten verbreitete Kühlschrankform. Sie bieten viel Raum für Tiefgefrorenes und eignen sich für fast alle Nahrungsmittel, die Kühlung benötigen.
Ihr größter Nachteil ist, dass sie lauter als reine Kühlschränke sind. Andererseits haben manche Modelle aber den Vorteil, dass man den Kühlschrank auch zeitweise abschalten und den Gefrierschrank weiterlaufen lassen kann.

Reiner Kühlschrank

Ein reiner Kühlschrank nimmt nur halb so viel Platz ein, wie eine Kühl-Gefrier-Kombination. Er kann über ein kleines Gefrierfach verfügen oder auch nur für Nahrungsmittel geeignet sein, die über dem Gefrierpunkt gelagert werden.
Der Kühlschrank ohne Gefrierfach ist leiser, kann aber zum Beispiel nicht verwendet werden, um Eiswürfel für Drinks herzustellen oder im Sommer Eislutscher aufzubewahren.

Side-by-Side Kühlschrank und French Door-Kühlschrank

Side-by-Side ist Englisch und bedeutet Seite an Seite. So bezeichnet man Kühlschränke, die zwei nebeneinander platzierte Türen und einen Gefrierbereich auf einer Seite haben. Sie werden auch amerikanische Kühlschränke genannt, da sie vor allem in Amerika verwendet werden.
Auch French Door ist Englisch. Es bedeutet übersetzt französische Tür. Die Türen von French Door-Kühlschränken unterscheiden sich aber nicht von denen von Side-by-Side Modellen. Lediglich der Gefrierbereich ist anders. Er liegt bei den French Door-Schränken im unteren Bereich und besteht aus mehreren Laden, die sich über die gesamte Breite ziehen.
Beide Kühlschrankarten bieten besonders viel Platz und eignen sich daher vor allem für große Familien. Ihr Nachteil ist, dass sie auch deutlich breiter sind als herkömmliche Modelle und daher kaum in kleinen Küchen untergebracht werden können. Auch der Energieverbrauch ist aufgrund des größeren Volumens höher.
Side-by-Side Kühlschränke sind oft auch mit praktischen Eiswürfelspendern für Getränke ausgestattet. Hier sollten lärmempfindliche Personen aber vorsichtig sein. Beim Zerkleinern der Eiswürfel kann es nämlich zu einer Schallentwicklung von bis zu 50 dB kommen. Da der Vorgang aber nur bei Auslösen der Funktion ausgeführt wird, besteht die Möglichkeit den Lärm zu vermeiden, wenn jemand schläft oder Kopfschmerzen hat.

Minikühlschrank

Minikühlschränke sind kleine Kühlschränke, die oft auch transportabel sind. Sie werden gerne beim Camping, in der Hausbar oder zur Mitnahme von kalten Getränken auf Autofahrten verwendet. Deshalb werden sie manchmal auch als Getränkekühlschränke bezeichnet.
Minikühlschränke werden oft nicht mit Kompressoren, sondern mittels Absorptionskältetechnik gekühlt. Das hat den Vorteil, dass sie ohne Betriebslärm arbeiten. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sich diese Modelle aber nicht als Ersatz für den Kompressorkühlschrank in der Küche.

Welche Kühltechniken können bei Kühlschränken eingesetzt werden?

Kompressorkühlung

Bei einem Kompressorkühlschrank wird ein gasförmiges Kühlmittel in einem Kompressor unter Druck gesetzt bis es sich verflüssigt. Dabei wird ihm Wärme entzogen. Dann wird es zu einem Verdampfer geleitet, wo es wieder in ein Gas umgewandelt wird. Bei diesem Vorgang nimmt es Wärme aus dem Kühlschrankinneren auf, die es dann zurück in den Kompressor trägt.
Die Kompressortechnik ist die effizienteste Kühlmethode und wird daher bei fast allen herkömmlichen Kühlschränken genutzt. Ihr größter Nachteil ist, dass sie lauter ist als die anderen Kühlmethoden.

Absorptionskühlung

Auch die Absorptionskältetechnik macht sich die Wärmeaufnahme beim Verdampfen einer Flüssigkeit zunutze. Bei ihr erfolgt die Verflüssigung aber nicht durch Druck, sondern durch eine chemische Reaktion mit einer zweiten Substanz, die als Absorber bezeichnet wird.
Kühlschränke mit dieser Kühltechnik arbeiten gänzlich lautlos. Sie haben aber einen sehr hohen Energieverbrauch und produzieren viel Abwärme. Gerade in der Küche, die ohnehin durch das Kochen und Backen dazu tendiert zu heiß zu werden, kann das sehr unangenehm werden. Zudem sind diese Kühlschränke üblicherweise sehr klein, um den Energiebedarf in Grenzen zu halten.

Thermoelektrische Kühlung

Bei einem thermoelektrischen Kühlschrank wird ein sogenanntes Peltier-Element verwendet, um Wärme nach außen abzuleiten. Es ist auf einer Seite etwa 20 °C kühler als auf der anderen. Da die thermoelektrische Kühlung ohne Kompressor und Vibrationen auskommt, verursacht hier meist nur der Ventilator Geräusche.
Thermoelektrische Kühlschränke sind besonders umweltfreundlich, da sie kein Kältemittel enthalten. Sie verbrauchen aber mehr Strom als Kompressorkühlschränke und sind üblicherweise auch deutlich kleiner. Am häufigsten findet man diese Technik bei Weinkühlschränken, da dort die Vermeidung von Vibrationen besonders wichtig ist.

Welche Aufstellungsvarianten unterscheidet man bei Kühlschränken?

Einbaukühlschränke

Einbaukühlschränke werden in die Küchengarnitur eingebaut. Meist wird dabei eine Front montiert, die den Kühlschrank wie die anderen Schränke aussehen lässt und daher optisch unauffälliger macht. Sie gelten zudem als besonders platzsparend.
Allerdings muss man darauf achten, genügend Abstand an den Seiten einzuhalten, damit es nicht zu verstärkter Lärmentwicklung durch Kontakt mit den anderen Möbeln kommt. Ein zu enger Einbau führt außerdem oft zu Problemen mit der Belüftung und die Isolierung ist meist schlechter als bei freistehenden Geräten. Daher muss häufiger und stärker gekühlt werden, was ebenfalls zu mehr Lärm führt.
Für Einbaumodelle gilt in der EU eine Standardgröße von 55,00 x 55,00 cm, wobei die Frontplatte aber eine Breite von 60,00 cm hat. Die Höhe kann im Bereich von 82,00 bis 177,00 cm variieren.

Standkühlschränke

Standkühlschränke sind freistehende Geräte. Sie sind üblicherweise deutlich breiter als Einbaugeräte. Das liegt nicht nur daran, dass sie mehr Innenraum bieten, sondern auch an einer dickeren Isolierung.
Diese Modelle lassen sich flexibler aufstellen und arbeiten meist leiser und mit in Relation zu ihrer Größe geringerem Stromverbrauch. Allerdings benötigen sie deutlich mehr Platz als Einbaukühlschränke und heben sich deutlich von den restlichen Küchenmöbeln ab. Das kann optisch störend wirken.

Was sollte man beim Kauf eines leisen Kühlschrankes beachten?

Wie laut arbeitet der Kühlschrank?

Die Lautstärke des Gerätes ist auf dem EU-Energie-Label angegeben. Er ist leicht zu finden, da die bunte Energieeffizienzskala auf ihm meist gleich ins Auge sticht. Die Angabe zur Lärmentwicklung ist an der Einheit dB (Dezibel) oder genauer genommen dB (A) zu erkennen.
Bei einem leisen Kühlschrank muss der Wert unter 40 dB liegen. Auch das kann aber für empfindliche Menschen noch sehr unangenehm sein. Deshalb sollte man nach Möglichkeit ein Gerät mit einem noch niedrigeren Wert wählen.
Minikühlschränke weisen oft sogar 0 dB auf. Bei einem größeren Kühlschrank für die Küche ist allerdings mit einem Wert von mindestens knapp über 30 dB zu rechnen.

Passen die Maße?

Bei Einbaukühlschränken müssen die Maße exakt zum verfügbaren Platz in der Küche passen, während bei Standgeräten etwas mehr Spielraum besteht. Allerdings sollte man auch bei ihnen bedenken, dass genügend Raum für die Abstände zu den anderen Möbeln und auch zum Vorbeigehen bleiben muss.
Bei der Wahl des Standortes sollte man zudem beachten, dass sich die Tür oder Türen bequem ganz öffnen lassen sollten, auch wenn zum Beispiel das Küchenfenster geöffnet ist oder jemand am Küchentisch sitzt.

Wie steht es um die Energieeffizienz?

Da ein Kühlschrank normalerweise ständig in Betrieb ist, hat er auch einen hohen Energieverbrauch. Deshalb sollte man nach Möglichkeit ein Modell der besten Energieeffizienzklasse, also Klasse A, wählen. Sie ist auf der Skala auf dem Energie-Label grün. Da im Frühjahr 2021 eine Umstellung der Skala erfolgte, findet man derzeit teilweise auch noch die veralteten Angaben A bis A+++. Auf dem Label selbst sollte jedoch die korrekte Angabe zu finden sein. Sie besteht aus einem Buchstaben von A bis G und keinen weiteren Zeichen.
Es zahlt sich aber auch aus, den exakten Wert des jährlichen Stromverbrauches zu vergleichen. Er wird in kWh/a (Kilowattstunden pro Jahr) angegeben und liegt meistens sehr nahe am tatsächlichen Verbrauchswert. Zu Abweichungen kommt es zum Beispiel durch häufigeres Öffnen, da dabei jedes Mal Wärme eindringt, die durch zusätzliche Kühlphasen entfernt werden muss. Auch stark vereiste Kühlschränke haben jedoch einen erhöhten Stromverbrauch, weshalb regelmäßiges Abtauen ratsam ist.
Gerade die lautesten Funktionen, No-Frost und Mehrzonen Kühlung, sind übrigens auch starke Stromfresser. Daher kann ein Verzicht auf sie nicht nur die Lärmentwicklung senken, sondern gleichzeitig auch für eine niedrigere Stromrechnung sorgen.

Wie groß ist das Fassungsvermögen?

Ein großes Fassungsvermögen bedeutet, dass man seltener einkaufen gehen muss. Es verbraucht aber auch mehr Energie und Platz in der Küche. Deshalb sollte sich der Stauraum im Kühlschrank an der Anzahl der Personen im Haushalt orientieren.
Für eine allein lebende Person reichen 100 bis 150 Liter normalerweise vollkommen aus. Für jedes weitere Haushaltsmitglied sollten etwa 50 l mehr eingeplant werden.

Wie ist der Innenraum aufgeteilt und welche Funktionen gibt es?

Hier sollte man auf die Ernährungsgewohnheiten der Haushaltsmitglieder achten. Wenn viel Tiefkühlkost zubereitet wird, ist ein großer Gefrierbereich nützlich. Wer dagegen häufig frisches Gemüse einkauft, sollte einen Kühlschrank mit einer geräumigen Lade dafür wählen.
Auch bei den Sonderfunktionen ist es ratsam, sich möglichst genau am Bedarf zu orientieren. Unnötige Extras sind oft laut und verbrauchen mehr Strom, ohne dass man einen Vorteil von ihnen hat.

Ist die Nutzung einfach?

Dieser Bereich umfasst neben dem einfachen Öffnen und Schließen der Türe auch die Bedienung von Sonderfunktionen wie einer Temperatureinstellung und die Bequemlichkeit der Befüllung und Entnahme. Auch auf Übersichtlichkeit des Inhaltes und Einfachheit der Reinigung sollte man achten.

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Fazit zu leisen Kühlschränken

Ein leiser Kühlschrank ist in fast jedem Haushalt von Vorteil, sollte aber vor allem in kleinen Wohnungen mit dünnen Wänden vorhanden sein. Auch wenn sich mittlerweile viele Hersteller bemühen die Betriebsgeräusche ihrer Produkte zu reduzieren, sind die wirklich leisesten Geräte aber immer noch relativ schwer zu finden. Eine längere Suche und genaues Hinsehen lohnen sich daher.

Häufige Fragen zu leisen Kühlschränken

Ist der Kauf eines leisen Kühlschrankes auch sinnvoll, wenn die Geräusche des alten nicht gestört haben?

Da leise Kühlschränke meist auch energieeffizienter sind, zahlt sich der Kauf eines leisen Modelles fast immer aus. In diesem Fall ist es jedoch nicht ratsam, die Lautstärke zum Hauptkriterium bei der Auswahl zu machen. Achten Sie lieber direkt auf den Energieverbrauch.

Woran liegt es, wenn der leise Kühlschrank plötzlich lauter arbeitet als bisher?

In einem solchen Fall kann ein Defekt vorliegen oder auch einfach der Gefrierteil zu stark vereist sein. Tauen Sie das Gerät ab, prüfen Sie ob die Türe dicht schließt und erneuern Sie gegebenenfalls den Verschluss oder die Dichtung. Hilft das alles nicht, ist vermutlich der Kompressor defekt.

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